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Diese Bezeichnung für das Förthaer Flurstück um das Wasserbassin muß wohl noch aus der Zeit herkommen als Thüringen und auch Förtha gegen 1760 von einer großen Sperlingsplage heimgesucht wurde. “Herzog Carl von Braunschweig erließ am 07.12.1785 ein umfangreiches Mandat, das die Abstellung des übermäßigen Taubenbestandes und die Vertilgung der Sperlinge, die Aussrottung der Raben, Elstern und anderer Raubvögel bezweckte. Das Mandat bestimmte unter anderen: dass jeder Grundbesitzer oder Pächter in Stadt und Land alljährlich auf Walburgis (1.Mai) für jeden Acker einen Sperlingskopf, im höchsten Falle 120 Sperlingsköpfe abzuliefern habe. Wer an Walburgis die auf ihn entfallende Zahl von Sperlingsköpfen nicht geliefert hat, sollte für jeden fehlenden Kopf, drei gute Pfennige an die Hebestelle zahlen. Diese musste die Sperlingsköpfe oder die Strafgelder an die fürstliche Kammer nach Eisenach einsenden.”
Nur recht langsam und unvollkommen entschlossen sich die damaligen Grundbesitzer im Fürstentum Eisenach dem Mandat nachzukommen. Deshalb sieht sich die Regierung in Weimar im Jahre 1760 genötigt energisch auf die Durchführung ihres Kampfes gegen die Sperllingsplage zu dringen und verlangt von allen Schultheisen des Landes umgehend Bericht:
Der Bericht aus Förtha hatte folgenden Wortlaut: “Hochwohlgeborene und hochgelehrte Herren Amtmann und Adjunkt. Auf deroselben mir geschickten Befehl soll ich bericht erstatten, wie viele Sperrlinge seit dem diesfalls erlassenen hochfürstlichen Patent nach der Ackerzahl haben geliefert werden sollen und wie viele wirklich eingegangen sind. So berichte gehorsamst, dass bei jetzigen Kriegszeiten unser armes an der Landstraße liegendes Dörfchen Förtha mit durchmarschierenden Truppen, Einquartierungen, Patrouillen und Werbern, welche auch hin und wieder passieren und bald Reitpferd, bald Wagen, bald Brot von unseren armen Untertanen erpressen, ja,wir sind nicht eine Nacht sicher im Haus. Und die anderen Fronen müssen wir auch tun und gleich den anderen Ortschaften die solche großen Beschwerden nicht haben, das solche nicht mehr auszustehen ist. Sodaß also an die Sperlingsköpfe nicht gedacht, indem kein Nachbar allhier seine Ackerzahl hat ausziehen Lassen, geschweige das er sollte Sperlingsköpfe gefangen haben. Wir können unsere Acker fast nicht mehr zurecht machen, und wenn derliebe Gott nicht baldige Änderung macht, so müssten wir solche gar unbestellt liegen lassen. Übrigends beharrt mit aller Hochachtung Förtha, den 10. Juni 1760 Johann Barthel Möller Schultheis”
Dieser Bericht gibt einen Einblick in die missliche Lage der Dörfer in unserer Gegend. Da Förtha an der alten Heerstraße Eisenach-Vacha-Fulda liegt, muss es wohl besonders schwer unter dem 7jährigen Krieg gelitten haben.
Schließlich hat die Regierung in Weimar doch noch ihr Mandat durchsetzen können. Die starke Abnahme der schädlichen Sperrlinge erübrigte weitere staatliche Maßnahmen.
(aufgeschrieben von Alfred Schmidt)
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